Alte Lehmhütte in Marokko

Alte Lehmhütte in Marokko

Vor langer Zeit fragten Freunde von uns, ob wir im Oktober mit nach Marokko kommen wöllten. Wir lehnten ab, da wir zu dieser Zeit in Australien waren. Ein gehöriges Missverständnis, wie sich kurz darauf herausstellte: Die Freunde meinten den Oktober 2019.

Nun stehen wir in Marrakesch, um uns wuselt arabische Geschäftigkeit, gepaart mit afrikanischer Gelassenheit. Mit dem Rücken an der Wand, möchten wir möglichst noch einen Schritt zurückgehen, damit uns die Mopeds nicht über die Füße fahren. Ein Guide treibt uns durch die Innenstadt, die Sehenswürdigkeiten dort werden abgehakt. Unterwegs besuchen wir eine Frauenkooperative, in der allerlei Wundermittel hergestellt werden. An unserem Umsatz hat der Reiseführer offenbar einen guten Anteil, ebenso wie an der Verköstigung in einem Restaurant, wo wir am Ende des Rundganges landen.

Wir sind dieser Art des Reisens entwöhnt, fuhren wir die letzten vier Jahre meist allein durch die Welt. Allerdings hatten wir uns diesmal bewusst für die Gruppenreise entschieden, da wir einerseits die Mitreisenden kannten und es andererseits als gute Gelegenheit sahen, Marokko kennenzulernen. Nach dieser Reise wollen wir entscheiden, ob wir mit unserem Wohnmobil möglicherweise hierher zurückkehren.

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Geschrieben am 17.10.2019 und abgelegt unter: Marokko

Leipziger Markt mit dem Alten Rathaus

Es ist Sommer in Deutschland – wieder ein Jahrhundertsommer, sagt man, wie schon der im vergangenen Jahr. Für uns hat sich der Begriff „Jahrhundertsommer“ doch etwas relativiert, nachdem wir in Melbourne 45 Grad und mehr erlebt hatten.
Nun, was machen Weltreisende während eines Jahrhundertsommers in Leipzig? In erster Linie arbeiten. Babsi hat Gefallen an ihrer Arbeit gefunden, Tätigkeit und Arbeitsumfeld passen gut zusammen. Und wenn dabei am Monatsende noch das Geld stimmt, gibt es keinen Grund zur Klage. Währenddessen beschert der Jahrhundertsommer Jörg in seinem Arbeitszimmer um die 30 Grad. So freut er sich auf seine wöchentlichen Radtouren durch Stadt und Land, wo er sich neue Inspirationen für sein Tourenportal www.walk-and-travel.com holt. Zwischendurch sucht er immer wieder Abkühlung bei einem frischen Bad im nahen Elster-Saale-Kanal. Weiterlesen »

Geschrieben am 30.08.2019 und abgelegt unter: Weltweit
Eine Reise der Erinnerungen

Eine Reise der Erinnerungen

Endlich wieder im Wohnmobil. Für zwei Wochen sollte es nach Österreich und in die Schweiz gehen. Was sind schon zwei Wochen gegen 4 Jahre, die wir zuletzt in unserem mobilen Heim lebten. Wir freuten uns trotzdem wie die kleinen Kinder. Auf unserer Tour wollten wir Leute, die wir in Afrika und Australien trafen und die in den Alpenländern wohnen, wiedersehen.
Als erste Hürde erwies sich das Packen unseres Mobiles. Gewohnt, alles was wir brauchen dabei zu haben, fehlte es diesmal an einigen entscheidenden Dingen. Der Grund hierfür war, dass wir die Kabine für die Reparatur komplett leer geräumt hatten. Nun sind die Reparaturen an unserer rollenden Wohnung zwar noch nicht abgeschlossen, aber zum Schlafen reicht es allemal.
So konnten wir unsere Wohnkabine kurz vor der geplanten Abfahrt aus der Werkstatt holen und auf den inzwischen reparierten Nisan setzen. Eingepackt wurde das Nötigste und schon kurz nach der Abreise stellten wir fest, was wir alles vergessen hatten. So lag beispielsweise der Stromadapter für die Säulen auf Campingplätzen warm und trocken in der Garage.

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Geschrieben am 30.07.2019 und abgelegt unter: Weltweit
Das Startbild von Walk and Travel

Das Startbild von Walk and Travel

Fast vier Jahre waren Babsi und Jörg in Afrika und Australien unterwegs, und auch sonst sitzt das Paar nicht gerade zu Hause herum. Unendlich viele Wander- Rad- und Bootstouren haben die beiden in den letzten Jahren unternommen. Nun hat Jörg seine Notizen zusammengetragen und die GPS-Aufzeichnungen auf der Festplatte sortiert. Mit tatkräftiger Unterstützung von Claudio ist am Ende der Online-Reiseführer www.walk-and-travel.com entstanden, in dem viele der Touren beschrieben werden.
Der jeweilige Marker auf einer Weltkarte zeigt die Region an, wo man aktiv sein kann. Klickt man auf den Marker öffnet sich eine Kurzbeschreibung der Tour. Die Aktivitäten sind, bis auf einige besonders gekennzeichnete Touren, für Erwachsene jeden Alters mit durchschnittlicher Fitness machbar. Der Zeitaufwand liegt im Rahmen von einigen Stunden bis zu einem Tag. Zur Tourenbeschreibung, die sowohl heruntergeladen, als auch online gelesen werden kann, gehören ein Artikel im PDF-Format und eine GPS-Aufzeichnung. Um sich einen Situationsüberblick zu verschaffen findet man zu den Beiträgen einen kleinen Wanderkartenausschnitt von der entsprechenden Region. Ergänzt werden die Beschreibungen durch Angaben zu optimalem Fotolicht und zu Übernachtungsmöglichkeiten. Oft sind in den Beiträgen noch Hinweise auf weitere Betätigungsmöglichkeiten in der Gegend enthalten.
Das Portal wird ständig aktualisiert und durch neue Touren ergänzt sodass man zu guter Letzt nur noch viel Spaß beim Aktivsein wünschen kann. Der kleine Reisebegleiter ist auch unter www.wandern-welt-weit.de zu erreichen.

Geschrieben am 03.06.2019 und abgelegt unter: Weltweit
ein typisches Schild in Australien

ein typisches Schild in Australien

Die ganze Welt ist voller Schilder. Es gibt Straßenschilder, Hinweisschilder, Verbotsschilder, Gebotsschilder und noch viele mehr. Durch den Schilderwald wird das öffentliche Leben mehr oder weniger reglementiert. In Australien fiel uns auf, dass an vielen Verbotsschildern praktischerweise gleich der Preis mit aufgeführt war, der zu zahlen ist, wenn die Restriktion nicht respektiert werden würde. Dazu gehören natürlich auch Kontrollen, die höchst selten stattgefunden haben. Wurde man allerdings beim Übertreten eines Verbots erwischt, war das so teuer, dass man es mit einiger Sicherheit kein zweites Mal getan hat.

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Geschrieben am 28.04.2019 und abgelegt unter: Australien
An den Blowholes bei Carnarvon

An den Blowholes bei Carnarvon

An der Küste nach Süden

Seit einiger Zeit fahren wir durch stürmisches Gebiet. Am Wendekreis des Steinbocks treffen vor der Westaustralischen Küste zwei Meeresströmungen aufeinander. Aus nördlicher Richtung bringt der Äquatorialstrom warmes Wasser von tropischen Gefilden, und vom Südpolarmeer schiebt der Westaustralstrom kaltes Wasser nach Norden. Die Vermischung beider Wassermassen erzeugt heftige Stürme. Nachdem wir uns an der felsigen Küste von der Gischt ordentlich haben einregnen lassen, übernachten wir am Strand. Das war keine so gute Idee, wie sich leider erst in der Dunkelheit herausstellt. In den Abendstunden nimmt der Sturm zu, und unser Haus schwankt bedenklich. Jörg überlegt kurz, den Stellplatz zu wechseln. Die Sandwege in der Dunkelheit zu fahren, wäre jedoch genauso abenteuerlich, wie den Sturm einfach auszusitzen. Wir entscheiden uns für letzteres. Am nächsten Morgen sind wir gerädert. An Schlaf war nicht zu denken, denn alles hat geklappert, was im Wohnmobil nicht niet- und nagelfest war.

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Geschrieben am 26.01.2019 und abgelegt unter: Australien
Majestätisch zieht die Schildi ihre Bahnen

Majestätisch zieht die Schildi ihre Bahnen

Wasser marsch!

Besorgt schaut Jörg auf eine Zierleiste an der Wohnkabine. Von dort tropft Wasser auf den Asphalt. Das passiert sonst nur, wenn es regnet oder wenn der Füllschlauch für den Tank nicht richtig angesetzt ist. Beides trifft im Moment nicht zu, und trotzdem läuft die Brühe munter zu Boden. Babsi ist mittlerweile drinnen auf Fehlersuche und wird schnell fündig. Ein gebrochener Ablaufstutzen am Spülbecken ist die Ursache für Pfützen im Schrank und unter dem Wohnmobil. Hier kann man zunächst nichts machen, außer eine Schüssel zu kaufen. Kaum ist die in die Spüle eingesetzt, versagt der Wasserhahn seinen Dienst. Trotz vollem Tank kommt kein Tropfen aus der Leitung. Nun ist es an der Zeit, unsere Schüttelpumpe, die wir seit fast vier Jahren spazieren fahren, auszuprobieren. Gesagt getan: Nachdem der Kleiderschrank ausgeräumt ist, gelangen wir an die obere Öffnung des Wassertanks. Die Pumpe ist schnell eingesetzt und eine leere Flasche gefüllt. Beim Aufstehen reißt Jörg die volle Flasche aus Versehen um. Alles Weitere, siehe oben…

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Geschrieben am 01.01.2019 und abgelegt unter: Australien
Sandsteinfelsen im Purnululu Nationalpark

Sandsteinfelsen im Purnululu Nationalpark

Durch die Kimberleys

Streng schaut der Quarantänebeamte an der Westaustralischen Grenze über seinen Brillenrand. Nachdem er unsere Fahrzeugnummer notiert hat, begehrt er Einlass in unsere Wohnung. Kühlschrank, Küchenschränke und sogar das Bad werden auf frisches Obst und Gemüse durchsucht. Nichts, aber auch gar nichts dergleichen darf man mit über die Grenze zwischen den Bundesstaaten nehmen. Abschließend fragt der Beamte nach Honig und Nüssen. Auch diese Waren stehen auf der Ausschlussliste. Wir wissen das, und haben natürlich nichts dabei. Hochzufrieden kehrt der Uniformierte in sein Office zurück. Vorher weist er uns freundlich darauf hin, dass wir die Uhren um 90 Minuten zurückstellen sollten. Ab hier gilt Westaustralische Zeit. Das tun wir natürlich sofort. Nun sind wir der mitteleuropäischen Sommerzeit nur noch 6 Stunden voraus. Später holen wir eine Gurke und die Kartoffeln aus dem Versteck. Es ist einfach zu teuer und zu schade, das frische Gemüse in irgendeinen Mülleimer zu werfen.

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Geschrieben am 22.10.2018 und abgelegt unter: Australien

Im Kakadu Nationalpark

Am Top End Australiens

Seit über einem Jahr sind wir mittlerweile in Down Under unterwegs. Dabei haben wir drei Viertel der Umrundung des Kontinents geschafft und touren im Moment durch den äußersten Norden. Die Leute nennen das Gebiet Top End, und tatsächlich gibt es hier einiges zu sehen. Für Entdeckungen herrscht derzeit ideales Klima. Es ist meist sonnig und trocken. Die Tagestemperaturen bewegen sich um die 33 Grad, nachts kühlt es kaum mehr unter 20 Grad ab. Während Babsi sich sauwohl fühlt, leidet Jörg unter den heißen Nächten.

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Geschrieben am 22.09.2018 und abgelegt unter: Australien

Devils Marbles in der Morgensonne

Im Roten Herzen Australiens

Wir sitzen in Alice Springs bei einem Glas Wein und lassen die letzten Tage Revue passieren. Dass wir den Wein dazu trinken, ist nicht selbstverständlich. Der Verkauf von Alkohol ist im Zentrum Australiens streng reglementiert. Hier, wo viele Aborigines leben, denen einst das Land und damit auch ihre Vision genommen wurde, ist der Alkoholkonsum unter der indigenen Bevölkerung ein großes Problem. Schwerbewaffnete bewachen die Eingänge jener Läden, in denen Alkohol verkauft wird. Hat man es bis hineingeschafft, muss man sich an der Kasse zunächst einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen. Der Pass wird gescannt.

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Geschrieben am 22.08.2018 und abgelegt unter: Australien

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