An den Blowholes bei Carnarvon

An den Blowholes bei Carnarvon

An der Küste nach Süden

Seit einiger Zeit fahren wir durch stürmisches Gebiet. Am Wendekreis des Steinbocks treffen vor der Westaustralischen Küste zwei Meeresströmungen aufeinander. Aus nördlicher Richtung bringt der Äquatorialstrom warmes Wasser von tropischen Gefilden, und vom Südpolarmeer schiebt der Westaustralstrom kaltes Wasser nach Norden. Die Vermischung beider Wassermassen erzeugt heftige Stürme. Nachdem wir uns an der felsigen Küste von der Gischt ordentlich haben einregnen lassen, übernachten wir am Strand. Das war keine so gute Idee, wie sich leider erst in der Dunkelheit herausstellt. In den Abendstunden nimmt der Sturm zu, und unser Haus schwankt bedenklich. Jörg überlegt kurz, den Stellplatz zu wechseln. Die Sandwege in der Dunkelheit zu fahren, wäre jedoch genauso abenteuerlich, wie den Sturm einfach auszusitzen. Wir entscheiden uns für letzteres. Am nächsten Morgen sind wir gerädert. An Schlaf war nicht zu denken, denn alles hat geklappert, was im Wohnmobil nicht niet- und nagelfest war.

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Geschrieben am 26.01.2019 und abgelegt unter: Australien
Majestätisch zieht die Schildi ihre Bahnen

Majestätisch zieht die Schildi ihre Bahnen

Wasser marsch!

Besorgt schaut Jörg auf eine Zierleiste an der Wohnkabine. Von dort tropft Wasser auf den Asphalt. Das passiert sonst nur, wenn es regnet oder wenn der Füllschlauch für den Tank nicht richtig angesetzt ist. Beides trifft im Moment nicht zu, und trotzdem läuft die Brühe munter zu Boden. Babsi ist mittlerweile drinnen auf Fehlersuche und wird schnell fündig. Ein gebrochener Ablaufstutzen am Spülbecken ist die Ursache für Pfützen im Schrank und unter dem Wohnmobil. Hier kann man zunächst nichts machen, außer eine Schüssel zu kaufen. Kaum ist die in die Spüle eingesetzt, versagt der Wasserhahn seinen Dienst. Trotz vollem Tank kommt kein Tropfen aus der Leitung. Nun ist es an der Zeit, unsere Schüttelpumpe, die wir seit fast vier Jahren spazieren fahren, auszuprobieren. Gesagt getan: Nachdem der Kleiderschrank ausgeräumt ist, gelangen wir an die obere Öffnung des Wassertanks. Die Pumpe ist schnell eingesetzt und eine leere Flasche gefüllt. Beim Aufstehen reißt Jörg die volle Flasche aus Versehen um. Alles Weitere, siehe oben…

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Geschrieben am 01.01.2019 und abgelegt unter: Australien
Sandsteinfelsen im Purnululu Nationalpark

Sandsteinfelsen im Purnululu Nationalpark

Durch die Kimberleys

Streng schaut der Quarantänebeamte an der Westaustralischen Grenze über seinen Brillenrand. Nachdem er unsere Fahrzeugnummer notiert hat, begehrt er Einlass in unsere Wohnung. Kühlschrank, Küchenschränke und sogar das Bad werden auf frisches Obst und Gemüse durchsucht. Nichts, aber auch gar nichts dergleichen darf man mit über die Grenze zwischen den Bundesstaaten nehmen. Abschließend fragt der Beamte nach Honig und Nüssen. Auch diese Waren stehen auf der Ausschlussliste. Wir wissen das, und haben natürlich nichts dabei. Hochzufrieden kehrt der Uniformierte in sein Office zurück. Vorher weist er uns freundlich darauf hin, dass wir die Uhren um 90 Minuten zurückstellen sollten. Ab hier gilt Westaustralische Zeit. Das tun wir natürlich sofort. Nun sind wir der mitteleuropäischen Sommerzeit nur noch 6 Stunden voraus. Später holen wir eine Gurke und die Kartoffeln aus dem Versteck. Es ist einfach zu teuer und zu schade, das frische Gemüse in irgendeinen Mülleimer zu werfen.

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Geschrieben am 22.10.2018 und abgelegt unter: Australien

Im Kakadu Nationalpark

Am Top End Australiens

Seit über einem Jahr sind wir mittlerweile in Down Under unterwegs. Dabei haben wir drei Viertel der Umrundung des Kontinents geschafft und touren im Moment durch den äußersten Norden. Die Leute nennen das Gebiet Top End, und tatsächlich gibt es hier einiges zu sehen. Für Entdeckungen herrscht derzeit ideales Klima. Es ist meist sonnig und trocken. Die Tagestemperaturen bewegen sich um die 33 Grad, nachts kühlt es kaum mehr unter 20 Grad ab. Während Babsi sich sauwohl fühlt, leidet Jörg unter den heißen Nächten.

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Geschrieben am 22.09.2018 und abgelegt unter: Australien

Devils Marbles in der Morgensonne

Im Roten Herzen Australiens

Wir sitzen in Alice Springs bei einem Glas Wein und lassen die letzten Tage Revue passieren. Dass wir den Wein dazu trinken, ist nicht selbstverständlich. Der Verkauf von Alkohol ist im Zentrum Australiens streng reglementiert. Hier, wo viele Aborigines leben, denen einst das Land und damit auch ihre Vision genommen wurde, ist der Alkoholkonsum unter der indigenen Bevölkerung ein großes Problem. Schwerbewaffnete bewachen die Eingänge jener Läden, in denen Alkohol verkauft wird. Hat man es bis hineingeschafft, muss man sich an der Kasse zunächst einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen. Der Pass wird gescannt.

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Geschrieben am 22.08.2018 und abgelegt unter: Australien
Wazza in seinem Office

Wazza in seinem Office

Zwischen Rindern und Zuckerrohr

Unsere Ausgaben für Diesel sind derzeit recht überschaubar. Das liegt keineswegs daran, dass der Kraftstoff in Australien besonders günstig ist, im Gegenteil. Der Preis ist in den letzten Monaten spürbar angestiegen. Vielmehr kommen wir nicht so recht vorwärts, weil es an unserer Route entlang der Ostküste viel zu sehen gibt.
Inzwischen haben wir es bis Rockhampton geschafft. Der umtriebige Ort wurde zu Australiens Hauptstadt der Rinderzucht gekürt. Hier gibt es einige namhafte Märkte, auf denen die Tiere gehandelt werden. Weiterlesen »

Geschrieben am 15.07.2018 und abgelegt unter: Australien

Sturm am Red Rock

Stürmische Zeiten

Im Besucherzentrum von Armidale treffen wir Chris. Er ist hier für die Betreuung der Gäste zuständig und jedes Mal erfreut, wenn sich Deutsche in das Gebirgsstädtchen verirren. Seine Mutter stammt aus Deutschland und sie hat ihm in frühester Jugend ein paar Brocken deutscher Sprache mit auf den Weg gegeben. Die kann er bei seiner Arbeit im Visitor Center gut gebrauchen. Als wir Chris erklären, dass wir in Richtung Brisbane fahren wollen, wirbelt er durch die Räume und kommt mit einem Stapel Prospekte zurück. Sorgfältig nummeriert er die Papiere und gibt zu jedem Zwischenziel eine umfassende Erläuterung. Auf den letzten Zettel schreibt er seine Telefonnummer und meint, wenn wir unterwegs Hilfe brauchen, sollen wir ihn unbedingt anrufen.

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Geschrieben am 01.07.2018 und abgelegt unter: Australien

Sanfte Hügel vor den Toren des Barrington Nationalparks

Vom Hunter Valley zur Central Coast

Hallo Raser! Wir haben zwei Friedhöfe, aber kein Krankenhaus…, diese Worte begrüßen uns am Ortseingang von Branxton, einem winzigen Nest im Hunter Valley. Schnell sind wir sowieso nicht unterwegs, denn wir suchen in dem Weinanbaugebiet nördlich von Sydney ein Gut, wo es Segways zu mieten gibt. Wenig später stehen wir auf den zweirädrigen Fahrzeugen und versuchen die Balance zu halten. Zum Glück haben wir noch keinen Wein getrunken. Glaubten wir vor der Tour, dass wir auf gepflegter Asphaltpiste unterwegs sein werden, wird uns dieser Zahn schnell gezogen. Nach einer kurzen Platzrunde geht es mit den Segways ins Gelände. Vorsichtig versuchen wir jede Bodenwelle auszutarieren, und derer gibt es viele in den Weinbergen. Mit der Zeit bekommen wir ein Gefühl für die elektrischen Flitzer. Nach einer halben Stunde beginnt es richtig Spaß zu machen, wenn der Schwung, ähnlich wie beim Skifahren, aus der Hüfte kommt.

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Geschrieben am 10.05.2018 und abgelegt unter: Australien
Ein Tassieteufel bei der Mittagsruhe

Ein Tassieteufel bei der Mittagsruhe

Im Goldrausch

Unsere letzte Woche auf Tasmanien verbringen wir im Westen der Insel. Hohe Berge, tiefe Eukalyptuswälder, und viel Wasser kennzeichnen das einzigartige Gebiet. Ehrfürchtig stehen wir im Mount Field Nationalpark vor riesigen Swamp Gums. Es sind die ältesten und größten, noch verbliebenen Eukalyptusbäume der Erde. Mit bis zu 90 Metern Höhe stehen sie den Red Woods in Kalifornien kaum nach. Die meisten dieser majestätischen Giganten begannen zu wachsen, als Tasman Abel die Insel entdeckte. Später haben sie Waldbrände und Sägeorgien überlebt. Für uns ist es ein erhabenes Gefühl, durch diesen Wald wandern zu dürfen.

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Geschrieben am 10.04.2018 und abgelegt unter: Australien
Dom und überdachte Brücke in Pavia

Dom und überdachte Brücke in Pavia

Pavia und Bardolino

Von Cervo ging es an der auch als Blumenriviera bezeichneten ligurischen Küste, die an diesem Tag besonders strahlend und glitzernd wirkte, weiter in Richtung Genua. Doch noch vor der großen Hafenstadt nahmen wir die Autobahn durch die Berge, später die Landstraße und wechselten von Ligurien über das Piemont in die Lombardei. Gegen 16 Uhr erreichten wir unser spontan festgelegtes Tagesziel Pavia, die alte Hauptstadt der Langobarden. Wir parkten einigermaßen zentral und suchten zu Fuß nach innerstädtischen Hotels. Doch es war keins zu finden, selbst Passanten, die wir danach fragten, konnten uns nicht helfen.

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Geschrieben am 13.01.2018 und abgelegt unter: Italien

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