der Dom von Enna

der Dom von Enna

Abseits der Touristenpfade

Viele Reisebusse, die Sizilien besuchen, fahren an der Ostküste der Insel gen Süden. Die Touristen schauen sich in Taormina, Catania und Syrakus um, bevor es zur Piazza Armerina mit ihren wunderschönen römischen Mosaiken und nach Agrigent zum Tal der Tempel weiter geht. Anschließend führt die Reise meist zu den Highlights von Selinunte und Segesta, damit hat man die Insel fast einmal umrundet. Dabei bleiben die malerischen Orte  im Inselinneren meist im Schatten der großen Attraktionen liegen, obwohl sie nicht minder schön sind. Da wäre zum Beispiel Enna: Rund 80 Kilometer östlich von Catania, direkt an der Autobahn nach Palermo, liegt das Städtchen auf einem markanten Felsen in rund 1000m Höhe über dem Meeresspiegel. Die erste Besiedlung dieses exponierten Felsplateaus lässt sich bis 700 vor Christi Geburt zurückverfolgen. Heute wird das Stadtbild von der Silhouette des Castello di lombardia geprägt. Die Entstehung des Schlosses geht auf das frühe Mittelalter zurück.

Die Burganlage ist eine der größten Europas. Von den ursprünglich 20 Türmen sind noch sechs erhalten, einer kann bestiegen werden. Außerhalb des Castello, jedoch zur Anlage gehörend, steht im Stadtpark von Enna der Torre di frederico II, ein Wohnturm Friedrichs des II, der über einen unterirdischen Gang mit der Burg verbunden war. Nicht weit vom Friedrichsturm  fällt der Dom mit seiner prächtigen Innenausstattung auf. In seiner heutigen Form entstand das barocke Bauwerk Ende des 17. Jahrhunderts. Weiter stadteinwärts herrscht quirliges Treiben in den Sträßchen und Gassen. Die Autos stauen sich – ein Hupen hier, ein Lächeln dort- die Leute bleiben gelassen,  und  irgendwie löst sich der ganze Knoten wenig später auf. Wir rasten in einem Park. Der Freisitz befindet sich direkt an der 300 Meter nach unten führenden Felswand. Der Barkeeper verwöhnt uns mit Granita di caffe con panna, ein Erfrischungsgetränk, das  wir in dieser Form bisher nur auf Sizilien gesehen haben.  Im Hintergrund raucht der Ätna gemächlich vor sich hin. Bilderbuchidylle!  In der Ebene vor der Stadt erstreckt sich der Lago di Pergusa, der einzige natürliche See Siziliens.

Weitere Informationen:  Die deutschsprachigen Informationen über Enna sind im Internet nicht sehr zahlreich. Die Touristinformation in der Nähe des Doms hält aber ein umfangreiches  deutschsprachiges Infopaket, sogar mit CD, bereit. (Stand November 2013) Fördermittel sei Dank…

Wir fahren weiter quer über die Insel in westliche Richtung,  und schon bald tauchen die mächtigen Berghänge der Madonie auf. Das Gebirge steigt direkt von der Nordküste Siziliens steil auf. Die Autobahn führt hinter dem Kamm im Landesinneren entlang. Die Gipfel sind knapp 2000 Meter hoch und man mag es kaum glauben: Hier gibt es ein Wintersportgebiet, übrigens das zweite auf Sizilien nach dem auf dem Ätna. Das Klima ist rau auf den Bergen und es führen oft nur winzige Straßen in das Gebiet. Hat man das Auto diese hinaufgequält, wird man auf einigen  gut markierten Wanderwegen mit phantastischen Ausblicken belohnt. Kastanienwälder und Weiden wechseln sich ab, und bei guter Sicht reicht der Blick bis zu den äolischen Inseln vor Sizilien. Wir treffen einige Viehhirten, die sich in ihrer Mittagspause Kastanien rösten. Sie laden uns ein, und bei gutem sizilianischem Wein klappt die Verständigung auch mit Händen und Füßen. Wir müssen weiter, denn bis zu unserem nächsten Etappenziel Castelbuono  sind es noch einige Kilometer sehr schlechte Straße.

Weitere Informationen zu Madonien: www.trip-tipp.com/sizilien/ausfluege-natur/madonien.htm

 

Unsere Route:

 

Geschrieben am 20.02.2014 und abgelegt unter: Italien

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